3D-Druck – wie unsere Produkte entstehen
Der 3D-Druck ist ein zentraler Bestandteil unserer Entwicklung und Produktion. Er ermöglicht uns, Ideen schnell in die Realität zu bringen und Produkte Schritt für Schritt zu optimieren.
Technisch gesprochen handelt es sich um additive Fertigung. Das bedeutet, dass ein Objekt nicht aus einem Block herausgearbeitet wird, sondern Schicht für Schicht aufgebaut wird. Ausgangspunkt ist dabei ein digitales 3D-Modell. Dieses wird vom Drucker in viele einzelne Ebenen zerlegt, die anschließend nacheinander aufgetragen werden.
Als Material dient ein sogenanntes Filament – ein zunächst formloser Kunststoffdraht, der im Drucker erhitzt und präzise abgelegt wird. So entsteht nach und nach ein fertiges Bauteil. Dieser schichtweise Aufbau ist nicht nur effizient, sondern erlaubt auch Formen, die mit klassischen Herstellungsverfahren nur schwer umzusetzen wären.
Unsere Entwicklung – vom Prototyp zur Produktion
In der frühen Phase unserer Entwicklung haben wir mit einem kompakten Drucker gearbeitet: dem BambuLab A1 Mini. Er war für uns ideal, um erste Ideen schnell umzusetzen, Varianten zu testen und ein Gefühl für Proportionen und Funktion zu bekommen.
Mit der Weiterentwicklung des Bauklots sind auch unsere Anforderungen gewachsen. Für die Produktion setzen wir heute auf den BambuLab H2D. Dieser Drucker arbeitet mit zwei Düsen, wodurch wir zweifarbig drucken können, ohne zusätzliche Arbeitsschritte.
Das spart Zeit und gibt uns gleichzeitig mehr gestalterische Freiheit. Gerade bei Details und Kontrasten im Design können wir so Lösungen umsetzen, die sowohl funktional als auch optisch überzeugen.
Das Material – warum wir auf PLA setzen
Beim Filament verwenden wir bewusst PLA. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der auf pflanzlicher Basis hergestellt wird – meist aus Maisstärke.
Die Herstellung erfolgt über einen biochemischen Prozess: Aus der Stärke wird zunächst Zucker gewonnen, der anschließend fermentiert wird. Daraus entsteht Milchsäure, die wiederum zu Polylactid (PLA) polymerisiert wird – dem eigentlichen Kunststoff, den wir im Druck verwenden.
Uns ist wichtig zu zeigen: Kunststoff ist nicht gleich „Plastik“ im negativen Sinne. PLA bringt Eigenschaften mit, die für unsere Anwendung ideal sind. Es ist vergleichsweise ressourcenschonend in der Herstellung, unter industriellen Bedingungen biologisch abbaubar und gleichzeitig stabil genug für den Alltag.
Hinzu kommt ein gestalterischer Vorteil: PLA lässt sich sehr sauber verarbeiten und ist in vielen Farben verfügbar. Genau diese Vielfalt nutzen wir, um unsere Produkte so umzusetzen, wie wir sie uns vorstellen – klar im Design, aber mit gezielten Akzenten.
Gleichzeitig ist das Material leicht und dennoch robust genug für seinen Einsatzzweck. Es vereint damit Eigenschaften, die für uns in der Produktentwicklung entscheidend sind.
Warum 3D-Druck für uns mehr ist als nur Produktion
Für uns ist der 3D-Druck nicht nur ein Herstellungsverfahren, sondern Teil unserer Denkweise. Er erlaubt es uns, flexibel zu bleiben, schnell zu reagieren und Ideen direkt weiterzuentwickeln.
Wir können Anpassungen ohne große Umwege umsetzen und neue Ansätze unmittelbar testen. Genau diese Nähe zwischen Idee, Entwicklung und fertigem Produkt macht für uns den Unterschied.
So entsteht ein Produkt nicht in einem einzelnen Schritt, sondern in vielen kleinen Iterationen – bis es sich richtig anfühlt.